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Der Platz für meine Gedankenwelt

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Ich kriege momentan nichts mehr geregelt. Meine gesamten gedanken drehen sich ums Essen, kotzen, fasten und diäten.

Ich weiß, in "warum ist das so" ist nicht hilfreich. es ändert nichts, denn es ist nunmal einfac so. Aber es stört, dass das, das einzige i meinem Kopf ist. Die Bachelorarbeit leidet sehr darunter. Kann mich kaum konzentrieren.

Wie kann ich meine Gedanken besser lenken? Ich weiß nicht weiter

Ich seh einfach kein Licht mehr.

16.3.11 17:04


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Alles zum Kotzen

Ich bin wütend über mich. Heute wurde mir wieder deutlich, wie immens enen eine Krankheit im Griff haben kann.

Wird es irgendwann aufhören? Habe ich irgendwann die absolute Kontrolle über mich? Ich will doch nur, dass alles wieder gut wird und ich mich akzeptieren kann.

Ich bin traurig. Bin hoffnungslos. Wird es irgedwann besser werden? Ich habe kum noch Hoffnngen. Wo sind sie hin? Meine kindliche Leichtigkeit ist verschwunden, alles scheint von einem schwarzen Schleier umgeben zu sein. Nichts bleibt. Fühle mich in mir selber gefangen.

Ein Gefängnis im eigenen Körper ist mein Zuhause geworden. Ich will wieder frei und unbeschwehrt sein können, aber diese Leichtigkeit wurde mir jäh genommen. Nun lebe bzw. überlebe ich mehr von Tag zu Tag aber ich fühle mich so falsch in mir. Widere mich vor mir selber, habe immer ein Unbehagen im Bauch. Ich hasse diese Gefühle.

Liebe Grüße,

Enjay

15.3.11 18:27


Ein angstbesetzter Tag

Heute ist der erste Tag, an welchem alles anders zu sein scheint.

Heute konnte ich das erste Mal, selber über die Menge bestimmen, die ich zu essen vermag. Es ist komisch, denn ich reagiere trotzdem noch auf jeden Blick, den sie mir zuwirft, wenn sie fast kopfschütteld auf die Menge schauzt, aber ich bestimme trotz allem über die Menge.

Ein paar Löffel und ich war fertig. Es ist sehr unsicher noch, das Gebilde von Selbstverantwortung aber es wird sich festigen, dass ist meine tiefe Hoffnung.

Meine Gedanken spangen beim Essen zwischen "Jetzt kannst du nich weniger essen" bis "du musst ihr beweisen, dass du die Möglichkeit der Selbstkontrolle für und nicht gegen dich einsetzen kannst" hin und her. Ich habe noch lange keine Balance und diese Verabredung ist auch nicht die Lösung aller Probleme, aber zumindest nimmt es etwas Druck aus der ganzen Angelegenheit.

Ich hoffe, ich bekomme durch die Autonomie auch ein Stück Selbstkontrolle wieder.

 Lieben Gruß,

Enjay

13.3.11 11:15


Gutes Gespräch

Ich hatte heute ein Gespräch mit meiner Freundin bezüglich meiner Essstörung. Ich habe ihr erklärt, dass eine Essstörung vor allem der Kampf um Autonomie über den eigenen Körper ist.

Wir haben uns nun geeinigt, dass ich bestimme, ob und wieviel ich essen möchte, denn es kann nicht sein, dass ich mich in meinem Essverhalten immer an andere Menschen anpasse "weil es so sein muss". Nach diesen Anpassungstagen habe ich immer extremste Essattacken, dadurch denke ich, hängt das vielleicht irgendwie zusammen.

Weiter mache ich mir große Gedanken momentan, wie ich überhaupt essen soll und ob ich überhaupt noch essen möchte. Momentan bin ich so müde von dem ganzen Gekämpfe, aber ich darf nicht aufgeben.

Essen... ein Thema ohne Ende. Ich bin traurig, dass es für mich nicht normal ist, einfach zu essen ohne schlechtes Gewissen. Es macht mich so sauer, dass sich alles so entwockelt hat und noch mehr böse machen mich dann die sogenannten Wannarexics, die sich eine Essstörung wünschen, um ein paar Kilogramm abzunehmen für vllt, den nächsten Lover. 

Eine Essstörung ist nicht lustig und nicht mit Brillanten gekrönt. Ich kämpfe um jeden Bissen und hänge bei jeder zweiten Mahlzeit über der Toilette. Ist das schön? Nein. Zwangsgedanken und Zwangshandlungen spielen dabei eine große Rolle und es ist nicht einfach dagegen anzukämpfen, von Minute zu Minute. Da gibt es keine Pause von, selbst nachts nicht, wenn der Magen knurrt, der Hals brennt und im Mund sich immer wieder die Magensäure sammelt. Sehr lustig und höchst glamourös.

Freut euch über eure Gesundheit aber erbittet keine Essstörung, denn es ist eine Krankheit, keine Diätmaßnahme. Um Schönheit geht es dabei kein bisschen mehr, es geht um Autonomie und Macht über den eigenen Körper.

Und genau die, verliere ich sooft. Immer wieder falle ich zurück ins Unkontrollierbare. Es ist erniedrigend, demütigend und einfach ein gefühl von totalem Kontrollverlust. Ich schäme mich dafür. 

Auch heute schäme ich mich. Mein Kreislauf ist heute wieder ziemlich immer Keller gewesen. Ich habe mich von Brühe ernährt, um meinen Salzhaushalt einigermaßen wieder in Schwung zu bekommen.

Ich könnte noch viel mehr schreiben, aber ich mache erstmal einen Punkt. 

Liebe Grüße,

Enjay

12.3.11 21:20





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